Erst kürzlich sorgte das Home Office Verbot von Yahoo für Aufsehen. Die Begründung für das Nein zum Home Office: Mitarbeiter im Home Office seien nicht effizient genug. Wir sagen: Unsinn! In diesem Artikel verraten wir Ihnen, wie Sie effizient aus dem Home Office arbeiten und welche Tools Sie dafür brauchen.

Home Office – ist mein Job geeignet?

Haben Sie einen Job, den Sie auch von zu Hause aus erledigen können? Erfüllt Ihr Zuhause die Voraussetzungen für ein Home Office? Jeder Job verlangt nach der richtigen Ausrüstung – auch zu Hause. Benötigen Sie spezielles Equipment, das Ihnen nur im Betrieb zur Verfügung steht? Falls ja, und falls Sie dieses wirklich täglich nutzen müssen, ist Ihr Job nicht wirklich Home Office geeignet. Wenn Sie allerdings nur fallweise auf besondere Betriebsmittel zurückgreifen müssen, stehen die Chancen gut, dass Sie zumindest gelegentlich von zu Hause aus arbeiten können. Ihr Home Office sollte in etwa dem Standard eines echten Büros entsprechen. Besonders wichtig sind eine verlässliche Internetverbindung und ein leistungsfähiges Notebook. Sorgen Sie dafür, dass Sie für Kollegen und Vorgesetzte gut erreichbar sind: Ihr Telefon sollten Sie immer griffbereit haben. Eine Webcam verleiht Konferenzen mehr persönliches Flair.

Werkzeuge aus dem Netz, nicht aus dem Baumarkt

Remote-Zugriff
Ein Klassiker: Die To-do-Liste ist da, die notwendigen Unterlagen nicht. Zum Glück gibt es Tools für den Remote-Zugriff auf Dateien! Mit Programmen wie LogMeIn und GoToMyPc können Sie von überall aus auf Ihren Arbeitsplatzrechner zugreifen. Verschiedene Dokumentversionen auf USB-Sticks gehören mit Remote-Zugriff endlich der Vergangenheit an. Wenn Sie für Ihre Arbeit hauptsächlich Word & Co. benötigen, könnte außerdem Google Docs eine interessante Alternative für Sie sein.

Persönlicher Kontakt
Instant Messaging, SMS, E-Mails, Telefon – Face-to-Face-Kontakt übertrumpft Sie alle! Die Kommunikation von Angesicht zu Angesicht hat viele Vorteile: Ihre Kollegen erinnern sich an Sie, Ihr Chef sieht, dass Sie wach sind, und Ihre tägliche Routine bekommt einen persönlichen Touch. Sorgen Sie deshalb für regelmäßige Videokonferenzen, wenn Sie aus dem Home Office arbeiten. Noch vor einem Jahr war das einzige empfehlenswerte Tool der unangefochtene Marktführer Skype, mittlerweile bietet Google mit Hangouts eine spannende Alternative. Google+ Hangouts ermöglicht kostenlose Videokonferenzen für bis zu zehn Teilnehmer.

Was? Wann? Wie viel noch?
Den Projektfortschritt im Blick zu behalten kann eine Herausforderung sein, sogar wenn Sie täglich im Büro sind. Im Home Office wird die Sache noch spannender: Woran arbeiten die Kollegen gerade? Mit Zeiterfassungssoftware wie TimeTac sind Sie immer im Bilde: Mit einem Klick erfassen Sie Ihre Arbeitszeit auf Aufgaben und Projekte. Den Projektfortschritt und das Budget haben Sie dabei immer im Auge. Mit dem Urlaubsplaner haben Sie den perfekten Überblick, an welchen Tagen Ihre Kollegen im Büro sein werden. Alle erfassten Zeiten werden automatisch für die Stundenabrechnung übernommen. Handgeschriebene Stundenzettel, chaotische Excellisten und Erfassungsfehler sind endlich Vergangenheit! TimeTac erfasst Ihre Arbeitszeit fair und zuverlässig.

Schaffen Sie sich einen geregelten Arbeitsalltag

Ziehen Sie klare Grenzen zwischen Job und Privatleben – auch und gerade weil Ihr Büro und Ihr Zuhause sich im selben Gebäude befinden. Mit diesen einfachen Tipps sind Sie produktiv im Home Office:

  • “Dress for Success!”
    Widerstehen Sie der Versuchung, im Pyjama zu arbeiten! Mit der richtigen Kleidung kommt auch die richtige Arbeitshaltung. Ihr Chef ist außerdem bestimmt nicht erpicht darauf, Sie bei der nächsten Videokonferenz im Nachthemd zu sehen.
  • Lassen Sie sich nicht ablenken
    … auch, wenn Ihre Kinder, Ihr Partner oder Ihr Haustier Sie gerade noch so gerne um sich hätten. Verschwommene Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben verringern Ihre Produktivität und sorgen letztlich nur für unnötige Spannungen. Wer sich ständig ablenken lässt, zieht den Arbeitstag unangenehm in die Länge. Falls Sie genug Platz haben, sollten Sie darüber nachdenken, Ihr Home Office in einen eigenen Raum zu verlegen. So können Sie Arbeit und Privatleben besser voneinander trennen – und in weniger als zehn Sekunden von Ihrem Arbeitsplatz nach Hause “pendeln”.
  • Halten Sie Ordnung
    Sie arbeiten im Home Office, nicht auf einer Müllhalde. Chaos am Arbeitsplatz ist nicht nur schlecht für die Konzentration, sondern hinterlässt auch einen schlechten Eindruck bei Videokonferenzen. Wenn Sie nicht wollen, dass Ihre Kollegen Sie für unorganisiert halten, sorgen Sie für einen sauberen Arbeitsplatz!
  • Bringen Sie Struktur in Ihren Alltag
    Essen Sie Ihr Mittagessen nicht vor dem Computer und haben Sie keine Angst davor, die Stiege runterzugehen und sich einen Kaffee zu holen. Eine kleine Pause vom Computer ist gut für die Motivation. Arbeiten von zu Hause aus bringt einen Gewinn an Flexibilität: Nutzen Sie die neue Freiheit wohlüberlegt! Wenn Sie jeden Tag den Schreibtisch erst um Mitternacht verlassen (oder erst um Mittag mit der Arbeit starten), läuft etwas gehörig falsch!

Das sagen die Experten

John und Sherry Petersik, glücklich verheiratet und Autoren des DIY-Blogs Young House Love, verrieten jüngst auf BBC die wichtigsten Erfolgsfaktoren für eine gelungene Work-Life-Balance. Ihr Ratschlag: Erstellen Sie einen Tagesplan für die Arbeit im Home Office und halten Sie sich daran. Außerdem lohnt es sich, klar zwischen Arbeit und Freizeit zu unterscheiden. Nicht zu unterschätzen: Die Fähigkeit, den Arbeitstag zu beenden und Arbeit Arbeit sein zu lassen. Besonders für Eltern kann das schwierig sein: Bei Kindern verschiebt sich das Arbeitsende nur allzu häufig in die Nachtstunden.

Besonders inspirierend: Die Neujahrsvorsatz-Technik der Petersiks. Einmal im Jahr sollten Sie Ihre Work-Life-Balance evaluieren und überlegen, ob Änderungen notwendig sind.