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Absentismus

Definition: Was ist Absentismus?

Unter Absentismus versteht man die Neigung, seinen Verpflichtungen oder Vereinbarungen nicht nachzukommen. Dabei gibt es jedoch keine besonderen Gründe der Verhinderung. Das bedeutet, dass krankheitsbedingte Abwesenheiten nicht als Absentismus angesehen werden. Meist beruht der betriebliche Absentismus auf fehlender Arbeitsmotivation. Gekennzeichnet ist diese Form der Abwesenheit durch häufig wiederholte Fehlzeiten.



Was sind die Ursachen für Absentismus?

Bei der Ursachenfindung für Absentismus wurden drei Modelle bestimmt. Das erste Modell, das Rückzugsmodell, beschreibt den Versuch, unzufrieden machende, belastende oder unangenehme Tätigkeiten zu vermeiden. Das medizinische Modell besagt, dass die Abwesenheit für die betroffene Person als eine Art Stressbewältigung dient, da die Arbeitseinflüsse Gesundheitsbeeinträchtigungen nach sich ziehen. Das Abweichende-Verhalten-Modell bezeichnet die Idee, dass Personen aufgrund von unvollständiger Sozialisation häufig fehlen. Als gängigste Ursachen des Absentismus in der Arbeitswelt werden private Probleme, fehlende Arbeitsmotivation und Arbeitsunzufriedenheit genannt.

Welche Auswirkungen hat Absentismus?

Kommt eine Person ihren Verpflichtungen nicht nach, muss diese mit rechtlichen Konsequenzen rechnen, wenn es sich um vertraglich festgelegte oder gesetzliche Pflichten handelt. Als Arbeitgeber ist es jedoch schwierig herauszufinden, ob es sich bei den Abwesenheiten um Absentismus oder tatsächliche Krankheit bzw. Arbeitsunfähigkeit handelt. Hegt der Arbeitgeber einen Verdacht auf Absentismus, kann er ein Mitarbeitergespräch mit den betreffenden Arbeitnehmer veranlassen.

Die Auswirkungen, welche Absentismus auf ein Unternehmen hat, sind beispielsweise finanzielle Einbußen. Aufgrund der offen bleibenden Aufgaben und des wenigen Engagements der Mitarbeiter verliert der Betrieb laufend Geld. Andere Mitarbeiter werden dann häufig überlastet und erkranken infolge an Burnout und Depressionen. Diese Folgen beeinflussen das Betriebsklima negativ. Das kann wiederum für Arbeitnehmer ein Grund sein, einen Jobwechsel in Betracht zu ziehen.

Was ist der Unterschied zwischen Präsentismus und Absentismus?

Unter Präsentismus versteht man das Gegenteil von Absentismus. Das bedeutet, dass Präsentismus die Neigung beschreibt, auch in Krankheitsfällen oder gesundheitlichen Beeinträchtigungen den Arbeitsplatz aufzusuchen. In einer Studie wird belegt, dass Präsentismus sogar nachteiliger für ein Unternehmen ist als Absentismus. Der Grund dafür liegt darin, dass der Arbeitnehmer aufgrund seines Zustandes Fehler macht, langsamer arbeitet, Arbeitsunfälle veranlasst und deshalb Produktivitätsstandards nicht erreichen kann.

Wie kann mit Absentismus umgegangen werden?

In erster Instanz sollte das Gespräch gesucht werden. Dabei ist festzustellen, ob es sich wirklich um Absentismus handelt. Falls dem so ist, muss der Ursache auf den Grund gegangen werden, denn nur dann kann eine nachhaltige Lösung gefunden werden. Das Anliegen, zu wenig Zeit mit der Familie verbringen zu können, wodurch private Probleme entstehen, kann beispielsweise durch flexible Arbeitszeiten bedient werden.

Zusätzlich sollte über die Arbeitsbedingungen im Unternehmen reflektiert werden. Diese sind manchmal ein Grund des Fernbleibens. Zudem kann versucht werden, dem Arbeitnehmer mehr Wertschätzung, fordernde Tätigkeiten und ein größeres Aufgabenspektrum zu bieten.

Ändert sich die Situation auch nach dem Gespräch nicht, kann der betreffende Mitarbeiter abgemahnt und infolge gekündigt werden.

Wie kann Absentismus in der Praxis aufgedeckt werden?

Mit einer Zeiterfassungssoftware wird es Arbeitgebern leicht gemacht, die Arbeitszeiten der Mitarbeiter auf einen Blick einzusehen. Dabei können deren individuellen Fehlzeiten ausgewertet werden. Somit werden häufige und wiederkehrende Abwesenheiten einzelner Arbeitnehmer ersichtlich. Der Arbeitgeber kann infolge Maßnahmen setzen und Mitarbeitergespräche vereinbaren.


Quellen:

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