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Fingerprint
Definition: Was ist ein Fingerprint?
Ein Fingerprint ist der Abdruck einer Fingerkuppe. Er entsteht durch die Papillarleisten der Haut, die ein einzigartiges linienförmiges Muster bilden. Weil dieser Fingerabdruck bei jedem Menschen einzigartig ist, wird der Fingerprint zur Identifikation genutzt – etwa in der Arbeitszeiterfassung, um exakte Arbeits- und Pausenzeiten zu dokumentieren.
Wie wird ein Fingerabdruck erfasst und zugeordnet?
Die Identifikation über den Fingerabdruck wird als Biometrie bezeichnet. Ein Fingerabdruckscanner bildet den Fingerprint über optische oder elektrische Sensoren ab. Gespeichert wird dabei nicht das vollständige Abbild, sondern nur spezifische Unterscheidungsmerkmale, die in einen Binärcode übersetzt werden. Aus diesem Code lässt sich der Abdruck nicht rekonstruieren, er genügt aber zum Abgleich. Sehr selten weist ein Fingerabdruck zu wenige eindeutige Merkmale auf – dann ist keine Identifikation möglich.
Wie funktioniert Zeiterfassung mit Fingerprint?
Beim Kommen legen Beschäftigte den Finger auf den Sensor am Zeiterfassungsterminal. Anhand der einzigartigen Merkmale wird der hinterlegte Binärcode erkannt und einem Profil in der Zeiterfassungssoftware zugeordnet – ab diesem Moment läuft die Arbeitszeitaufzeichnung. Beim Gehen und für Pausen wird der Sensor erneut genutzt. Da nur der Binärcode und nicht das Fingerabdruckbild gespeichert wird, ist der Rückschluss auf den Abdruck ausgeschlossen.
Was sind Vor- und Nachteile der Zeiterfassung mit Fingerprint?
Die Methode bringt vor allem Komfort und Genauigkeit.
- Vorteile: Zeitersparnis, korrekte Datenerfassung (weniger Nachpflege), kein Verlieren/Vergessen von Ausweisen, Codes oder Chips, zuverlässige Identifikation, erschwerter Betrug
- Nachteile: mögliche Lesefehler je nach Qualität des Scanners; zu beachten ist zudem der besondere datenschutzrechtliche Rahmen für biometrische Daten
Welche anderen Anwendungsbereiche gibt es?
Neben der Zeiterfassung über Zeiterfassungsterminals wird der Fingerprint in der Forensik (Tatortspuren), zum Entsperren von Smartphones und Notebooks sowie in der Zutrittskontrolle eingesetzt, um Gebäude oder Räume vor unbefugtem Zugriff zu schützen.
Quellen:
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- Datenschutz biometrischer Daten: DSGVO, Art. 9
- BSI zur Funktionsweise biometrischen Verfahren
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