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Wechselschicht

Definition: Was versteht man unter einer Wechselschicht?

Die Wechselschicht ist ein Modell der Schichtarbeit, bei welchem sich der Schichtturnus in einem regelmäßigen Rhythmus verändern. Das dient dazu, jeden Arbeitnehmer in gleichem Ausmaß zu belasten. Dabei werden meist Früh- und Spätschichten definiert. Wechselschichten werden abhängig von der Branche und Tätigkeitsbereich auch an Wochenenden und in der Nacht durchgeführt. Wird durchgehend gearbeitet, spricht man von einer vollkontinuierlichen Wechselschichtarbeit.



Wann und warum werden Wechselschichten eingeführt?

Von Wechselschichten wird in der Regel Gebrauch gemacht, wenn der Betrieb eine längere Arbeitszeit erfordert als die tägliche Normalarbeitszeit, beispielsweise bei längeren Öffnungszeiten. Besonders im Gesundheitssektor profitieren Patienten von Früh-, Spät- und Nachtschichten, da sie rund um die Uhr betreut werden.

Wechselschichten haben dabei den Nutzen, dass diese Schichten zeitlich fest verankert sind und gleichmäßig auf die Arbeitnehmer aufgeteilt werden. Gleichmäßig bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die Schichten rotieren. Dadurch wird verhindert, dass ein Arbeitnehmer zu viele Nachtschichten leisten muss. Meist wird der Rhythmus wöchentlich geändert. Das bedeutet beispielsweise, dass eine Woche Früh- und die nächste Woche Spätschicht gearbeitet wird.

Was sind die Vor- und Nachteile von Wechselschichten für den Arbeitnehmer?

Vorteile:

  • Kein Mitarbeiter wird benachteiligt
  • Ausgleichsleistungen wie Zulagen
  • Freizeit während andere arbeiten

Nachteile:

  • Unregelmäßige Arbeitszeiten
  • Gesundheitliche Auswirkungen der Nachtschichten
  • Wenig Zeit für soziale Kontakte bzw. Familie

Welche Vor- und Nachteile betreffen die Sicht der Arbeitgeber?

Vorteile:

  • Längere Betriebszeiten möglich
  • Hohe Flexibilität bei schwankendem Arbeitsanfall
  • Schnelle Amortisation von Anlagen durch vollkontinuierliche Schichtarbeit

Nachteile:

  • Höhere Personalkosten durch Zulagen
  • Geringere Produktivität der Beschäftigten durch gesundheitliche Belastungen
  • Geringere Motivation der Arbeitnehmer
  • Aufwand beim Erstellen der Schichtpläne

Welche Ausgleichsleistungen können sich Wechselschichtarbeiter erwarten?

Wechselschichtarbeiter profitieren in der Regel von denselben Leistungen wie Schichtarbeiter. Grundsätzlich hängen Schichtzuschläge in ihrer Höhe davon ab, ob die Arbeit an Werktagen oder Sonn- und Feiertagen erbracht wird, zu welchen Uhrzeiten gearbeitet wird und ob es sich um einen ununterbrochenen Betrieb handelt.

Der TVöD (Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst) in Deutschland regelt, dass ständige oder vollkontinuierliche Wechselschichtarbeit durch eine monatliche Wechseschichtzulage abgegolten wird. Darüber hinaus wird ständigen Wechselschichtarbeitern Zusatzurlaub gewährt. Dieser beläuft sich in der Regel auf ein bis vier Tage im Kalenderjahr, je nachdem wie viele Nachtarbeitsstunden geleistet wurden. Auch ohne Nachtarbeit zu leisten, hat ein Arbeitnehmer Anspruch auf einen zusätzlichen Urlaubstag, wenn er Wechselschicht für zwei zusammenhängende Monate oder vier Monate lang Schichtarbeit leistet.



Quellen:

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