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Krankenstand

Definition: Was bedeutet Krankenstand?

Der Begriff Krankenstand beschreibt die krankheitsbedingte Abwesenheit eines Arbeitnehmers. In Österreich wird weitgehend die Phrase “sich in Krankenstand befinden” verwendet. Das Verhalten eines Mitarbeiters im Krankenstand unterliegt einigen Bestimmungen. In Deutschland versteht man unter dem Begriff Krankenstand ebenso die gesamte Anzahl an Arbeitnehmer, welche zu einem bestimmten Zeitpunkt krankheitsbedingt abwesend sind.

Wie werden Krankenstände in Österreich geregelt?

Erkrankt ein Arbeitnehmer in Österreich, ist dieser verpflichtet, die Arbeitsverhinderung dem Arbeitgeber mitzuteilen. Das kann beispielsweise mit einem Anruf geschehen. Danach sollte ein Arzt aufgesucht werden, um sich krankschreiben zu lassen. Auch bereits nach einem Tag im Krankenstand kann der Arbeitgeber eine Bestätigung verlangen. Kann keine Arztbestätigung vorgewiesen werden, verliert der Beschäftigte seinen Anspruch auf Entgelt für den betreffenden Zeitraum. Dies ist jedoch noch kein gültiger Grund für eine fristlose Entlassung.

Ist ein Arbeitnehmer im Krankenstand, sind ihm Tätigkeiten untersagt, welche seiner Genesung im Wege stehen könnten. Das bedeutet, dass man sich beispielsweise, abhängig von der Krankheit, nicht außerhalb seiner Wohnstätte aufhalten sollte.

Bis zum 43. Tag des Krankenstandes profitiert der Arbeitnehmer von Krankengeld in der Höhe von 50 % der Bemessungsgrundlage. Als Bemessungsgrundlage wird in diesem Fall das letzte Bruttogehalt herangezogen. Ab dem 44. Tag beläuft es sich auf 60 %.

Welche Regelungen zum Krankenstand gibt es in Deutschland?

In Deutschland kann der Arbeitnehmer in erster Instanz selbst entscheiden, ob er sich krank melden sollte oder nicht. Grundsätzlich gilt, dass es einem Arbeitnehmer unmöglich oder unzumutbar sein muss, in den Betrieb zu kommen. Eine Arztbestätigung muss nach dem dritten Tag der Erkrankung vorgewiesen werden. Der Arbeitgeber kann dies auch bereits am ersten Tag verlangen.

Dem krankgeschriebenen Arbeitnehmer sind während dieser Periode nur Tätigkeiten erlaubt, welche der Genesung dienen und die Arbeitsunfähigkeit nicht verlängern.

Erkrankt ein Arbeitnehmer während seinen Urlaubstagen, können diese wieder gutgeschrieben werden. Voraussetzung dafür ist, dass der Arbeitgeber sofort informiert wird und ein Attest bereits für den ersten Krankheitstag vorliegt.

Welchen Bestimmungen unterliegt der Krankenstand in der Schweiz?

In der Schweiz wird ebenso der Begriff Absenzen anstatt Krankenstand verwendet. Ähnlich wie in Österreich und Deutschland muss ein erkrankter Mitarbeiter den Arbeitgeber über die Situation informieren, jedoch muss erst ab dem dritten Krankheitstag ein Arztzeugnis vorgelegt werden. Diese Regelung kann jedoch im Arbeitsvertrag abgeändert werden. Ebenso werden Krankheitstage während der Ferien des Arbeitnehmers nicht von dessen Ferienanspruch abgezogen, insofern der Mitarbeiter den Krankheitsfall beweisen kann.

Ein Arbeitnehmer in der Schweiz hat im ersten Dienstjahr in den ersten drei Wochen seiner krankheitsbedingten Abwesenheit Anspruch auf 100 %-ige Lohnfortzahlung. In höheren Dienstjahren verlängert sich dieser Zeitraum.

In Betrieben mit einer Krankentaggeldversicherung kann den Arbeitnehmern auch während längeren Abwesenheiten 80 % des Lohns bezahlt werden.

Wie können Krankenstände übersichtlich verwaltet werden?

In einer Software zur Personalzeiterfassung ist es möglich, die Abwesenheiten der Arbeitnehmer im Blick zu behalten und zu managen. Derzeitige Krankenstände werden übersichtlich ausgewiesen und um deren voraussichtliche Dauer ergänzt. Dies bildet die Grundlage für den Arbeitgeber oder Abteilungsleiter, derzeit laufende oder zukünftige Projekte zeitlich zu planen. Ebenso können Statistiken und Kennzahlen zu den innerbetrieblichen Krankenständen ausgewertet werden.

Welche andere Bedeutung hat der Begriff Krankenstand in Deutschland?

In Deutschland versteht man unter dem Begriff Krankenstand auch eine betriebswirtschaftliche Kennzahl, die die krankheitsbedingten Ausfallzeiten der Arbeitnehmer misst. Dabei werden Krankheitszeiten und Sollarbeitszeiten gegenübergestellt. Die mathematische Berechnung erfolgt durch eine Division der Fehlzeiten durch die Sollarbeitszeit. Dies ist eine Berechnungsart, die den Arbeitgeber über den Ausfall von Arbeitszeiten im Unternehmen aufklärt.


Quellen:

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