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Job Sharing

Definition: Was versteht man unter Job Sharing?

Der Begriff Job Sharing wird im Deutschen mit Arbeitsplatzteilung gleichgesetzt. Dabei handelt es sich um ein Arbeitszeitmodell, welches auf Teilzeitarbeit basiert. Zwei oder mehrere Arbeitnehmer teilen sich einen oder mehrere Arbeitsplätze untereinander auf. Das bedeutet, dass eine Vollzeitstelle von mehr als einer Person besetzt wird. Ebenso wie den räumlichen Arbeitsplatz im Betrieb teilen sich die Partner das Vollzeitgehalt.

Wie funktioniert Job Sharing?

Üblicherweise teilen sich zwei Arbeitnehmer einen Vollzeit-Arbeitsplatz. Jeder der Partner leistet somit einen vereinbarten Teil der Arbeitsstunden für diese Stelle. Wie diese aufgeteilt werden, kann individuell entschieden werden. Mit dem Arbeitgeber müssen die Arbeitszeiten der Partner abgestimmt werden. Dabei ist zu beachten, dass die Job-Sharer nicht gleichzeitig arbeiten können, da nur ein Arbeitsplatz für diese Stelle zur Verfügung steht.

Jeder der Job-Sharer bekommt einen eigenen Arbeitsvertrag auf Teilzeitbasis. Die Partner können bzgl. der Tätigkeitsbereiche dieselben Aufgaben wahrnehmen oder eine kompetenzorientierte Teilung vornehmen.

Fällt einer der Job-Sharer aus, besteht grundsätzlich keine Pflicht des Anderen, ihn zu vertreten. Eine Vertretung wird in der Regel nur vorgenommen, wenn der vertretende Arbeitnehmer dem Einzelfall zustimmt. Der Arbeitsvertrag kann diesen Umstand jedoch verschärfen, indem geregelt wird, dass eine Vertretungspflicht besteht, sofern dies aus betrieblichen Gründen notwendig und dem Arbeitnehmer zumutbar ist. Darüber hinaus kann eine generelle Vertretungspflicht im Arbeits- oder Kollektivvertrag, Tarifvertrag oder Gesamtarbeitsvertrag bestimmt werden.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um Job Sharing betreiben zu können?

Die Partner müssen in erster Linie gut miteinander auskommen, da sie durchwegs miteinander kommunizieren und sich absprechen müssen. Bei bestimmten Aufgaben werden Entscheidungen eventuell gemeinsam getroffen bzw. gemeinsam an einem Projekt gearbeitet. Dies erfordert eine hohe Sozial- und Teamkompetenz. Zudem müssen Job-Sharer sich gut organisieren, um keine Aufgabe doppelt zu erledigen oder nicht beide zur gleichen Zeit im Unternehmen zu erscheinen. Job Sharing erfordert deshalb ein gewisses Organisationstalent. Zudem müssen die Partner einander vertrauen und zu Kompromissen bereit sein. Da sie Aufgaben gemeinsam erledigen oder diese aufeinander aufbauen, kann es keine unstimmigen Herangehensweisen geben.

Welche verschiedenen Formen von Job Sharing gibt es?

Job Splitting

Job Splitting ist die häufigste Form des Job Sharing. Dabei werden die Arbeitszeit als auch die Aufgaben identisch aufgeteilt. Die Partner sind bei festgelegten Arbeitszeiten somit unabhängig voneinander. Kündigt ein Arbeitnehmer, bleibt der andere Arbeitsplatz zu den zuvor vereinbarten Zeiten bestehen und der Arbeitgeber ist dafür verantwortlich, Ersatz zu suchen.

Job Pairing

Der Unterschied bei Job Pairing besteht darin, dass die Partner selbst und individuell über die Aufgabenverteilung entscheiden können. Zudem wird der Arbeitsvertrag mit den Partnern gemeinsam geschlossen und kann auch nur als Ganzes gekündigt werden.

Top Sharing

Beim Top Sharing Modell handelt es sich um eine Arbeitsplatzteilung von höheren Positionen mit Entscheidungsmacht. Die Führungskräfte teilen sich hierbei die Verantwortung und Entscheidungsbefugnis. So werden beispielsweise Strategien oder Investitionen gemeinsam beschlossen.

Was sind Vor- und Nachteile für den Arbeitnehmer?

Vorteile:

  • Geteilte Arbeitszeit
  • Unterstützung durch den Partner
  • Ständige Kommunikation
  • Erhöhte Zufriedenheit

Nachteile:

  • Konflikte zwischen den Partnern
  • Vertretungspflichten
  • Mangelnde Absprache
  • Erschwerte Nachvollziehbarkeit des Aufgabenfortschritt des Partners
  • Häufige Arbeitsübergabe

Welche Vor- und Nachteile bietet Job Sharing dem Arbeitgeber?

Vorteile:

  • Mehr Leistung
  • Erhöhte Mitarbeitermotivation
  • Erhöhtes Fachwissen durch Zusammenarbeit
  • Besseres Arbeitgeberimage
  • Mitarbeiterausfall vermeiden durch Vertretung
  • Nur ein Arbeitsplatz muss zur Verfügung stehen

Nachteile:

  • Hoher Organisationsaufwand
  • Abhängig von der Kommunikationsfähigkeit und dem Zusammenspiel der Job-Sharer

Quellen:

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