Jeder Anfang hat ein Ende. Das trifft auch auf die Urlaubszeit zu. Erholsame Tage liegen hinter uns: Die Urlaubsplanung hat sich gelohnt! Immer noch scheint man im Rausch der Urlaubsgefühle zu schweben. Doch beim Gedanken an die Rückkehr zur Arbeit verfliegt die Urlaubsstimmung im Nu. Liegengebliebene Arbeit, Stapel neuer To-dos und ein überfülltes E-Mail-Postfach. Das schreit nach einer Menge Arbeit und Stress!

Der Frust nach Urlaubsende entsteht nicht durch die Arbeit selbst. Es kommt darauf an, wie wir darüber denken und letztendlich damit umgehen. Folgende Tipps zeigen, wie Selbstmanagement nach dem Urlaubsende zur Stressbewältigung beiträgt, um positiv gestimmt zurück in den Arbeitsalltag zu finden.

Urlaubsplanung und Zeitmanagement

Stressbewältigung nach dem Urlaubsende fängt schon bei der Urlaubsplanung an. Kommunizieren Sie den Tag Ihrer Rückkehr bei Kunden und Kollegen ein bis zwei Tage später als geplant. Dieser Zeitpuffer ist Gold wert, um ohne Störungen einen groben Überblick zu erhalten. Hilfreich ist es auch, am ersten Arbeitstag früher als alle anderen im Büro zu sein. Die gewonnene Zeit hilft, in Ruhe „anzukommen“. Um der Motivation nach Urlaubsende auf die Sprünge zu helfen, ist es ratsam, den ersten Arbeitstag auf die Mitte der Woche zu legen. So ist das erste Ziel schon in greifbarer Nähe: Wochenende! Damit lässt sich die Kluft zwischen Urlaub und Arbeitsalltag besser überbrücken.

E-Mail-Organisation

Gutes Selbstmanagement setzt voraus, auf dem aktuellsten Stand zu sein. Deshalb werden zuerst E-Mails bearbeitet, die sich während der Abwesenheit angehäuft haben. Wildes Beantworten aller Nachrichten artet schnell in Stress aus. Setzen Sie Prioritäten zur Stressbewältigung! Irrelevante E-Mails gehören in den Papierkorb. Um viele Anliegen kann man sich später kümmern. Diese sollten markiert und sinnvoll abgelegt werden, um später schnell darauf zuzugreifen. Die Zahl relevanter E-Mails sollte dann zum Bearbeiten übersichtlich genug sein. Strukturiert E-Mails abarbeiten und von E-Mail-Management profitieren: Wer das beherrscht, ist weniger gestresst und nebenbei wieder fast im Arbeitsalltag angekommen.

To-do-Listen

Selbstmanagement zur Stressbewältigung erfordert eine strukturierte und priorisierte Vorgehensweise. Bestes Hilfsmittel: To-do-Listen! Nehmen Sie sich 10 Minuten Zeit, Aufgaben zu erfassen und sie nach Wichtigkeit zu sortieren. Diese investierte Zeit erspart Überforderung. To-do-Listen ermöglichen es, Schritt für Schritt vorzugehen, ohne wichtige Aufgaben zu vergessen. Die To-dos sollten so konkret und so aktiv wie möglich formuliert werden. Beispielsweise ist das To-do „Anfrage Firma Meyer“ wenig zielführend. Viele, aber dafür greifbare Aufgaben wie „Angebot Firma Meyer bis 15.8. erstellen“ sind schneller erledigt. Das führt langfristig gesehen zu einer produktiven Arbeitsweise.

Stressbewältigung durch Kommunikation

Sich mit Kollegen auszutauschen ist nicht nur nach dem Urlaubsende wichtig. Das sorgt für Transparenz im Unternehmen. Konkret nach Urlaubsende gilt es, den neuen Entwicklungsstand der Projekte zu erfragen. Während Ihrer Abwesenheit hat sich sicher einiges getan. Klären Sie genau, was bereits erledigt und noch zu tun ist, wer Rückantwort braucht und was Priorität hat. Versäumen Sie es auch nicht, sich ungezwungen über Privates zu unterhalten. Ein Plausch über Erlebtes im Urlaub lockert die Stimmung auf. Und positive Gedanken fördern die Motivation für anstehende Aufgaben!

Selbstmanagement und Arbeitsorganisation

Weniger ist mehr! Splitten Sie nach dem Urlaubsende Ihre Aufgaben in kleine „Häppchen“. Diese Art des Selbstmanagements erleichtert den Einstieg zurück in den Arbeitsalltag. Kleine Aufgaben sind schneller erledigt. Was erledigt ist, bekommt einen Haken. Und Abhaken macht bekanntlich glücklich! Nehmen Sie sich für die ersten Tage nicht zu viel vor. Planen Sie früher Feierabend, um der Motivation auf die Sprünge zu helfen. Die Lücke in der Arbeitszeiterfassung wird die nächsten Wochen ganz sicher wieder aufgearbeitet.

Positive Stimmung

Entscheidend für die Rückkehr nach dem Urlaubsende sind Ihre Gedanken. Sie aktivieren im Körper Stimmungen und beeinflussen die Motivation. Vermeiden Sie Gedanken wie „Jetzt muss ich wieder hier sein…“. Denken Sie positiv: „Was ich Tolles erlebt habe!“ Holen Sie die Urlaubsstimmung in den Alltag, beispielsweise durch Urlaubsfotos am Arbeitsplatz oder eine Mittagspause in der Sonne. Die Motivation steigt auch dann, wenn wir Ziele vor Augen haben. Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub! Planen Sie Ihre nächste Auszeit schon jetzt. Dann beginnt nämlich die Vorfreude, die Sie bei der Arbeit beflügelt.

Haben Sie andere Tipps und Tricks zur Stressbewältigung nach Urlaubsende? Wie meistern Sie den Übergang von der Sonnenliege in den Arbeitsalltag?