Werfen Sie einmal einen Blick auf Ihr Zeitmanagement: Haben Ihre Tage einfach zu wenig Stunden? Wissen Sie nicht, wo Sie anfangen sollen? Am liebsten würden Sie Ihre To-do-Liste das Klo hinunterspülen und einfach von vorne anfangen?

Die schlechte Nachricht: Von innen sieht jedes Hamsterrad aus wie eine Karriereleiter. Die gute: Wenn Sie aufhören, zu laufen, finden Sie den Weg hinaus. Wer mit Müh und Not versucht, jeden Tag mit immer mehr Aufgaben vollzustopfen, sollte sich einmal selbst die Frage stellen: Wozu?

Produktivität ist mehr, als nur möglichst viele Dinge zu tun. Produktivität bedeutet, die richtigen Dinge zu tun. Dazu gehört auch, so manches zu lassen. Was, das verraten wir Ihnen hier.

Leben für den Lebenslauf

Praktikum? Auslandsaufenthalt? Neuer Job? Nach dem Motto „Macht sich gut im Lebenslauf!“ treffen viele von uns Entscheidungen, die mit ihren persönlichen Zielen überhaupt nichts gemein haben. Klar, das Leben ist kein Wunschkonzert – aber seien Sie ehrlich zu sich selbst. Möchten Sie mit 80 auf Ihr Leben zurückblicken und sagen: “Naja, immerhin hatte ich einen sehr schönen CV.”? Eben! Ein altes lateinisches Sprichwort lautet: „Was du auch tust, handele klug und bedenke stets das Ende.“ Wenn Sie das nächste Mal vor einer Entscheidung stehen, fragen Sie sich bitte nicht: „Was gehört sich?“ Fragen Sie sich: „Was bringt mich näher an mein Ziel?“

Multitasking

Multitasking führt nicht zu mehr Ergebnissen, nur zu mehr losen Enden. Produktivität wird aber leider nicht an begonnenen Aufgaben gemessen, sondern an beendeten. Außerdem macht Multitasking dumm. Haken Sie Ihre To-do-Liste also lieber Schritt für Schritt ab – Ihre Gehirnzellen sagen Danke.

Alles (selbst) machen – am besten doppelt!

Okay, dieses To-stop besteht eigentlich aus gleich drei Tipps, aber so ist das bekanntlich mit „aller guten Dinge“.

1. Erledigen Sie nicht alles!
Nicht jede Aufgabe ist wichtig. Scheuen Sie sich nicht davor, Unwichtiges zu verschieben oder zu streichen. Eine kurze To-do-Liste ist ein guter Ausgangspunkt für echte Ergebnisse.

2. Erledigen Sie nicht alles selbst!
Den meisten von uns fällt es schwer zu glauben, dass eine Aufgabe auch ohne sie erledigt werden kann. Sie müssen nicht alles auf Ihre eigenen Schultern laden – trauen Sie Ihren Mitmenschen auch etwas zu.

3. Hören Sie auf, zweigleisig zu fahren!
Doppelt hält besser? Das gilt garantiert nicht für Kalender, To-do-Listen und Co. Der Aufwand, der durch „doppelte Buchführung“ entsteht, wird nicht belohnt. Stattdessen droht der Verlust der Übersicht: „Wo hab ich das denn schnell nochmal notiert?“ Halten Sie Ihren Werkzeugkasten klein, aber fein. So stellen Sie sicher, dass Sie Informationen nicht nur sammeln, sondern auch wiederfinden.

Deadlines nicht einhalten

Fristen verschieben sich leider nicht magisch, nur weil wir fest die Augen vor ihnen verschließen. Wer chronisch Deadlines versäumt, bestraft sich selbst: Mit Stress, verschenkten Chancen und einem schlechten Ruf bei den Mitmenschen. Sie würden ja gerne pünktlich sein, verschätzen sich aber dauernd? Hier finden Sie Tipps, um den Zeitaufwand für Aufgaben richtig einzuschätzen.

Zu viel darüber nachdenken, was Sie NICHT tun sollten

Jeden Tag gehen uns ca. 65.000 Gedanken durch den Kopf. Jeder von ihnen hat das Potenzial, unser Handeln zu beeinflussen. Das Spannende: Unser Gehirn kennt kein Nein. Sie können das rasch selbst testen: Denken Sie bitte nicht an einen grünen Elefanten. Sie erkennen das Problem? Das kleine Wörtchen nicht wird einfach ignoriert. Dieses Phänomen ist dafür verantwortlich, dass so viele gute Neujahrsvorsätze scheitern. Versuchen Sie deshalb, Ihre persönlichen To-stops in einem weiteren Schritt als To-dos zu formulieren.