Der Projektleiter der Zukunft – #Projektleiter2030

Innovative und komplexe Aufgaben können nur mehr in fachübergreifenden Teams bewältigt werden. Gleichzeitig steigen Risiko- und Unsicherheitsgrad in Projekten kontinuierlich an. Projektorientierte Arbeits- und Organisationsformen werden in der vernetzten Gesellschaft weiter an Bedeutung gewinnen. Wie verändert sich das Projektmanagement und somit die Rolle des Projektleiters? Welche Fähigkeiten muss ein Projektleiter von morgen mitbringen um seine Rolle erfolgreich zu erfüllen?

In diesem Blogartikel nehmen wir an der Blogparade “Die Rolle des Projektleiters wandelt sich – nur wie?” des Projekt Magazins teil.

Projektmanagement ist im digitalen Zeitalter keine singuläre spezifische Funktion mehr. In jedem Beruf wird eine Basiskompetenz mehr und mehr als Zusatzqualifikation benötigt, so wie der Umgang mit IT. Die unterschiedlichen PM-Methoden werden in allen Branchen, Berufen und Aufgaben eingesetzt. Denn überall gibt es die gleiche Anforderung: Komplexe Ziele in kurzer Zeit zu erreichen.

Was muss der Projektleiter der Zukunft können?

Projekte werden immer komplexer, die Rahmenbedingungen immer unsicherer. Damit werden die Job- und Kompetenzanforderungen immer höher. Dass man nie ausgelernt hat, ist dabei nichts Neues: Neu ist aber wie rasch die Halbwertszeit der Kompetenzen und des Wissens sich verkürzen.

Im Projektmanagement tätige Menschen müssen sich und ihre Kompetenzen ständig reflektieren und auffrischen. Egal wie erfahren man ist und welche komplexen Projekte man schon umgesetzt hat, der Projektleiter der Zukunft wird sich ständig neu beweisen und bewähren müssen.

Erfolgsfaktoren für den Next Generation Projektleiter

Mary Gerush von Forrester Research hat Industriemanager, IT-Experten aus Großunternehmen und PM-Professionals aus dem eigenen Haus dazu befragt.

    • Der Projektleiter der Zukunft verfügt über technische Expertise als auch Soft Skills
      Der Projektleiter der Zukunft benötigt technische Expertise und muss Implikationen zum Business ziehen können. Auch in Zukunft muss sich ein Projektleiter sehr gut mit PM-Werkzeugen auskennen. Er muss mit Risikomanagement genauso vertraut sein wie mit Veränderungsmanagement und Mitarbeiter-/Teamführung. Die Ausbildung und Erfahrung eines Projektleiters ist auch weiterhin als Erfolgskriterium wichtig. Aber auch Mitarbeiter, die nicht so viel Erfahrung haben, jedoch kommunikative und integrative Fähigkeiten besitzen, werden erfolgreich sein. Denn kommunikative und integrative Fähigkeiten zeichnen den Projektleiter der Zukunft aus.

 

    • Projektleiter von morgen leisten einen nennenswerten Beitrag zum Unternehmenserfolg
      Die Aufgabe von Projektleitern ist es weniger Projekte am Laufen zu halten. Vielmehr motivieren sie Teams zu besseren Resultaten. Denn sie kennen die Bedürfnisse der Kunden und den Wert, den ihre Arbeit für das Unternehmen hat.

 

    • Zeit und Budget einhalten, aber vor allem flexibel sein
      Die Befragten sehen nach wie vor Projekte als erfolgreich, die in der Zeit und im Budget abgeschlossen werden. Sie drücken aber schon mal ein Auge zu, wenn das Projekt die vorgesehene Zeit und das Budget zu überschreiten droht. Aber der Projektleiter von morgen muss mit Widrigkeiten flexibel umgehen können.

 

  • Schlanke Prozesse – unnötigen Aufwand vermeiden
    Projekteiter müssen zunehmend darauf achten, schlank zu arbeiten. Die Art wie gearbeitet wird, wird sich nach Forrester signifikant verändern. Prozesse müssen rationalisiert werden, unnötiger Aufwand vermieden werden. Jeglicher Aufwand ist dem Projekt- und Geschäftserfolg unterzuordnen. Gerush empfiehlt Fachleuten sich am Prinzip der agilen Software-Entwicklung zu orientieren, wo mit schlanken, sich selbst verwaltenden und funktionsübergreifenden Teams gearbeitet wird.

Diese 10 Anforderungen sollte ein Projektleiter von morgen erfüllen:

  • Reines Methodenwissen reicht nicht mehr aus, es stellt eine wichtige Basis dar
  • Wissen über den Domain-Markt, in dem man tätig ist und die Fähigkeit zur Implikation
  • Rasche Lernfähigkeit
  • Umgang mit IT
  • Widerstandsfähigkeit und Flexibilität, um mit Unsicherheiten umgehen zu können
  • Ein hohes Maß an Anpassungsfähigkeit; das stetige Veränderungen der Unternehmensabläufe und -kultur verlangen
  • Fähigkeit zur Kommunikation über unterschiedliche Kanäle mit unterschiedlichsten Stakeholdern
  • Soziale Kompetenz; schnell positive Beziehungen zu Team-Mitgliedern und Stakeholdern aufbauen und pflegen
  • Analyse- und Entscheidungsfähigkeit; Probleme analysieren können und Entscheidungen auf dieser Basis treffen können.
  • Ein Projekt effizient und wirksam abschließen

Fazit:
Die Zukunft der Arbeit liegt in Teams. Stimmen die aktuellen Prognosen, wird es bereits in drei Jahren mehr Team- als Einzelarbeitsplätze in Unternehmen geben. Der Anspruch an Projektleiter wird steigen, seine Führungskompetenz an Bedeutung gewinnen.

Was bedeutet das für Führungskräfte wie einen Projektleiter? Einzelinteressen und vor allem -meinungen, auch die der Führungskraft, treten zum Wohl der Gruppe und des Projektergebnisses, in den Hintergrund. Erfolg wird über Ziele gemessen.

Gleichzeitig dürfen die Bedürfnisse des Einzelnen dabei nicht vernachlässigt werden. Um im Team sein volles Potential entfalten zu können, muss jedes Teammitglied als Person wahrgenommen und sich wertgeschätzt fühlen. Eine schwierige Aufgabe für den Teamleader: Teamgefühl aufbauen. Die Mannschaft nach vorn bringen. Sich selbst zurücknehmen. Coachen statt kontrollieren. Freiräume schaffen, um neue Wege zu ermöglichen.

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