Growth Mindset: Wie entwickelt sich eine wachstumsorientierte Geisteshaltung?

Viele Unternehmen stecken in Transformationsprozessen. Diese betreffen ihr Geschäft und die Zusammenarbeit. Es reicht nicht aus Strukturen und Prozesse zu verändern, es bedarf einer neuen Denkweise und Haltung um langfristig erfolgreich zu sein. Eine der fundamentalsten Änderungen in diesem Zusammenhang ist, dass der Einzelne zunehmend gefordert ist, sich einzubringen. Es werden Mitarbeiter benötigt, die mutig sind und neue Wege ausprobieren und als Team lernen. Growth Mindset ist der neue Trend im Personalwesen.

In einer digitalen Welt und einem VUKA-Umfeld (VUKA = volatil, unsicher, komplex, ambivalent) funktionieren alte Herangehensweisen und Lösungsansätze, die in der Vergangenheit erfolgreich waren, nicht mehr. Der Kontext, in dem wir uns bewegen, ist deutlich komplexer geworden. Es gibt nicht mehr die eine richtige und die eine falsche Entscheidung, es bedarf unterschiedlichen Optionen zur Lösungsfindung.

Die Theorie des Growth Mindsets nach Carol Dweck

Stanford-Professorin Carol Dweck forscht seit Jahrzehnten zum Mindset. Ein Mindset ist die Einstellung des Denkens. Sie hat herausgefunden, dass Menschen mit einer wachstumsorientierten Denk- und Handlungslogik, einem “Growth Mindset”, ganz anders an Aufgaben und Herausforderungen herangehen. Sie sind neugierig, wollen lernen, sich entwickeln, lieben Feedback und sehen Fehler als Chance. Sie erwarten nicht, dass Stärken einfach schon da sind, sie arbeiten selbst daran, sich diese zu erschließen.

Wie fördert ein Unternehmen Growth Mindset

Die Unternehmenskultur ist ein bedeutender, strategischer Erfolgsfaktor. Die Art und Weise wie Mitarbeiter in einem Unternehmen kooperieren und Entscheidungen treffen, unterscheidet Unternehmen von anderen am Marktbegleitern. Verhaltensänderung lässt sich aber nicht anordnen, komplexe Veränderungsprozesse benötigen eine aktive und umfassende Steuerung und HR sollte hierbei eine essentielle Rolle einnehmen.

Von der Befreiung des Mitarbeiters

Um mehr Eigeninitiative bei Mitarbeitern zu erreichen, benötigen diese Freiräume. Der Einzelne gewinnt an Bedeutung und zwar nicht als passive Arbeitskraft sondern als empowerter, selbstständiger und lernender Beteiligter, der sich mit all seinen Talenten und Möglichkeiten einbringen und so das Unternehmen mitgestalten kann. Das bedingt zugleich weniger Hierarchien und Kontrollmechanismen und einen Wandel der Führungskultur.

Das Mindset der Führung ist entscheidend

Führung ermöglicht und fördert Selbstorganisation. Führung sollte dabei im Verständnis als Dienstleistung gesehen werden, im Sinn von: Ich helfe und unterstütze andere. Führungskräfte, die ein Growth Mindset im Unternehmen einführen wollen, müssen selbst neu denken können und wollen. Sie benötigen ein dynamisches und agiles Mindset und eine Bereitschaft zur Reflexion sowie Haltung. Diese Haltung basiert auf Prinzipien, ehrlich und tief verankerte Werte.

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