Nur noch vier Arbeitstage pro Woche – ein Traum von vielen. Aber geht das ohne Verdiensteinbußen? Ja! Bei der Vier-Tage-Woche wird die Arbeitszeit einfach auf vier Tage verteilt. Für eine 40-Stunden-Woche bedeutet das: zehn Stunden pro Tag. An welchen Tagen pro Woche gearbeitet wird, ist grundsätzlich egal. Wichtig ist nur, dass sie zusammenhängend sind. Die komprimierte Arbeitswoche bringt einen konzentrierten Arbeitsblock und ein langes Wochenende. Lohnend ist die Vier-Tage-Woche vor allem für Reiselustige, Mitarbeiter ohne oder mit älteren Kindern und bei Fortbildungen.

Die Vorteile der Vier-Tage-Woche auf einen Blick

Jedes Wochenende ist jetzt langes Wochenende!
Die Vier-Tage-Woche wirkt sich zwar nicht auf die Gesamtarbeitszeit aus, bedeutet aber ein Plus an gefühlter Freizeit. Ein ganzer Tag mehr, der nur Ihnen gehört, für Ihre Ideen und Ihre Projekte. Die Zeit, die Sie dafür an den übrigen Tagen länger bleiben, fällt spürbar weniger ins Gewicht. Das lange Wochenende lässt sich problemlos für Kurzurlaube nutzen.

Ausgependelt
Ein Punkt für die Umwelt: Mit der Vier-Tage-Woche ersparen Sie sich nicht nur einen Arbeitstag, sondern auch den Weg zum und vom Arbeitsplatz. Das hat Auswirkungen auf die Lebensqualität des Einzelnen und auf die Natur. Seit beispielsweise der Staat Utah 2008 die Vier-Tage-Woche für alle Behörden einführte, sparen die Arbeitnehmer in Summe sechs Millionen Dollar Spritkosten. Die jährlichen Treibhausgasemissionen sind um 12.000 Tonnen gesunken.

Weniger Präsenz, mehr Produktivität
Kennen Sie das? Freitags im Büro: Alle warten nur noch auf das Wochenende. Der faule Freitag kommt nicht in allen Unternehmen vor, ist aber einfach erklärt: Wir arbeiten besser, wenn wir konzentriert an einer Sache dran bleiben können. Im Flow merken wir nicht, wie die Zeit vergeht. Den erreichen wir aber nur, wenn wir a) gut beschäftigt sind und b) im Hinterkopf nicht schon die Uhr fürs Wochenende tickt. Die Zeiterfassung am kurzen Freitag beginnt aber rasch zu laufen. Im Gegensatz dazu erleichtert uns die Vier-Tage-Woche den Weg in den Flowzustand. In einschlägigen Studien zur Vier-Tage-Woche fühlen sich über 60 % der Befragten deutlich produktiver.

Vorbei an der Teilzeitfalle
Weniger Arbeit bedeutet im Normalfall auch weniger Verdienst. Vor allem Frauen, die ihre Stunden reduzieren, merken rasch: Der Weg zurück ist steinig. Einmal Teilzeit, (fast) immer Teilzeit. Auch die besten Tipps (“Zeigen Sie Ihrem Chef, dass Sie zwar nur 50 % der Zeit da sind, dafür aber 100 %-ig bei der Sache!”) schützen nicht vor der Karriere-Sackgasse. Alles Dinge, über die Sie sich bei der Vier-Tage-Woche keine Sorgen machen müssen: Sie bleiben Vollzeit, bei voller Wertschätzung und vollem Verdienst. Zwar sind Sie einen Tag pro Woche seltener im Büro, dafür aber an den übrigen Tagen verlässlich länger hier als Kollegen mit klassischer Fünf-Tage-Woche.

Vier volle Arbeitstage wöchentlich – was muss ich bedenken?

Wenn Sie auf die Vier-Tage-Woche umsteigen möchten, sollten Sie sich vorher gut überlegen, ob Sie für Ihren Lebensstil geeignet ist. Bei einem Vollzeitjob können Sie an Arbeitstagen unter Umständen hohe Belastungen erleben. Aus den zehn Stunden können bei Überstunden auch mal elf werden. Und wer kleine Kinder hat, sollte darauf achten, dass die eigenen Arbeitszeiten mit den Öffnungszeiten der Kinderbetreuungsstätte übereinstimmen. Auch hier kommt es bei einem Zehn-Stunden-Tag rasch zu Problemen. Für alle, die flexibler sind, ist die Vier-Tage-Woche eine gute Chance, mehr Zeit für sich und ihre Lieben zu gewinnen.

Tipps zur praktischen Umsetzung für Unternehmen

Die Vier-Tage-Woche führt nachweislich zu einer höheren Mitarbeiterzufriedenheit und zu einer besseren Work-Life-Balance. Abseits von Gehaltserhöhungen ist die Vier-Tage-Woche ein interessantes Instrument, um die Motivation und die Loyalität zu steigern. Damit sich unterschiedliche Arbeitszeitmodelle in einem Unternehmen möglichst einfach und fair verwirklichen lassen, sind zwei Dinge besonders wichtig: Eine transparente Personaleinsatzplanung und eine gute Personalzeiterfassung, in der sich die entsprechenden Arbeitszeitmodelle abbilden lassen. Beide Werkzeuge aus einer Hand bekommen Sie z.B. bei TimeTac. Der Allrounder für die Arbeitszeiterfassung passt sich flexibel an Ihre Anforderungen an und kann kostenlos 30 Tage getestet werden.