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Wie kann man den Arbeitsplatz menschlicher gestalten? Die Bedeutung von positivem Arbeitserlebnis.

Von Gabriele Kaier, 07.11.2016, Lesezeit ca. 5 min.

Zukunftsorientierte Unternehmen müssen Arbeitnehmer als Menschen wahrnehmen, nicht als physisches Kapital. Unternehmen müssen Bedingungen schaffen, dass Arbeitnehmer ihr volles Potential entfalten können - sich geschätzt und eingebunden fühlen. Wie können Unternehmen ihre Mitarbeiter fördern, sodass sie ihr maximales Potential entfalten können? Lesen Sie mehr...

Unternehmen müssen das positive Erleben der Arbeit ihrer Arbeitnehmer berücksichtigen um die Arbeitsleistung zu verbessern und einen kontinuierlichen Wettbewerbs-Vorteil zu erreichen.

Was ist Mitarbeitern in der Arbeit wichtig?

Das ideale Arbeitnehmer-Erlebnis ist eine positive Erfahrung, in der Arbeitnehmer mehr von sich selbst in die Arbeit einbringen können.

5 Komponenten, die zu positiven Arbeitnehmer-Erfahrungen beitragen:

  • 1. Zugehörigkeit: Das Gefühl, Teil eines Teams, einer Gruppe, einer Organisation zu sein
  • 2. Ziel/Absicht: Verstehen, warum die Arbeitsleistung des einzelnen wichtig ist
  • 3. Erfolg: Ein Gefühl von Erfüllung der geleisteten Arbeit
  • 4. Zufriedenheit: Gerne in die Arbeit zu gehen und ein angenehmes Gefühl in der Arbeit haben
  • 5. Kraft: Das Vorhandensein von Energie, Enthusiasmus und Begeisterung in der Arbeit

Was sind die Auswirkungen positiver Arbeitserfahrungen?

Wenn Mitarbeiter diese oben genannten Erfahrungen vorfinden, trägt das zu einer höheren Arbeitsleistung bei und sie leisten freiwillig mehr als von ihnen erwartet wird. Und sie geben auch nicht so schnell ihre Arbeitsstelle auf.

Wie können Organisationen eine positives Arbeitserlebnis schaffen?

Hier sind vor allem 2 Komponenten hauptverantwortlich: die Unternehmensführung und die Praktiken am Arbeitsplatz.

Führung bildet die Voraussetzung

Dazu gehören klare Zielvorgaben seitens der Vorgesetzten und Klarheit in wie fern der Beitrag eines Arbeitnehmers zum Gesamterfolg der Organisation beiträgt. Hier gibt es laut einer Studie von  IBM Smarter Workforce Institute and Globoforce’s WorkHuman® Research Institute  Verbesserungspotential: 44% der Arbeitnehmer geben an, dass ihre Vorgesetzten keine klaren Zielvorgaben geben. Das würde aber dazu beitragen, dass Arbeitnehmer ihr Verhalten mit den Organisationszielen abstimmen.

Manager tragen auch eine wichtige Rolle zu einer positiven Arbeitsumgebung bei: Durch persönliche Unterstützung und einem Beitrag zum Commitment im Team. Nur 37% der befragten Arbeitnehmer finden, dass ihre Manager das Team diesbezüglich unterstützen.

Eine menschliche Arbeitsatmosphäre

Die Führung gibt den Impuls zu positiven Arbeitnehmer-Erlebnissen, die Praktiken am Arbeitsplatz tragen zur Fortführung dieser bei. Auf der einen Seite müssen Organisationen diese Erfahrungen als Wettbewerbs-Vorteil nutzen und auf der anderen Seite bringen Arbeitnehmer höhere Erwartungen an die Arbeitsumgebung mit und stellen größere Forderungen an ihr Arbeitserlebnis. Praktiken, die menschliche, einzigartige Qualitäten berücksichtigen, zielen auf diese neuen Erwartungen. Diese Praktiken betreffen 3 Bereiche: Die Umgebung, die Arbeit und die Person.

1. Die Umgebung: Arbeitnehmer erwarten zunehmend, dass ihr Unternehmen verantwortlich handelt und integer mit allen Beteiligten, inkl. der Arbeitnehmer selbst, umgeht. Das Fördern von Beziehungen unter Mitarbeitern trägt ebenfalls zu einer positiven Arbeitserfahrung bei.

2. Die Arbeit: Eine sinnvolle Arbeit sichert, dass die Fähigkeiten und Talente der Arbeitnehmer voll ausgenutzt werden. Feedback und Anerkennung der Arbeitsleistung sowie Möglichkeiten zur Entwicklung tragen auch wesentlich zu positiver Arbeitserfahrung bei.

3. Die Person: Hierzu zählen größere Freiheiten wie Mitwirkungsmöglichkeit und dass die einzelne Stimme gehört wird. Ebenso Zeit für Aktivitäten außerhalb der Arbeit und Zeit zum Auftanken. In einer fördernden Arbeitsumgebung erhalten Arbeitnehmer die Freiheit selbst zu entscheiden und daran teilzuhaben, wie die Arbeit am besten erreicht werden kann. Arbeitnehmer, die das Gefühl haben, dass ihre Ideen und Vorschläge zählen, berichten doppelt so viel von einer positiven Arbeitserfahrung, als jene die nicht diese Möglichkeiten haben. Ebensolche Ergebnisse gibt es unter Arbeitnehmern, die frei entscheiden können, wie sie ihre Arbeit erledigen. Positivere Erfahrungen werden auch mit Flexibilität der Arbeitszeit und Work-Life-Balance in Verbindung gebracht.

Positive Arbeitnehmer-Erfahrungen hängen mit besserer Arbeitsleistung, Extra-Anstrengungen bei der Arbeit und niedrigeren Fluktuationsraten zusammen.

Unternehmen, bei denen Arbeitnehmer an erster Stelle stehen, verstehen und schätzen diese als ihr wertvollstes Vermögen. Sie ermöglichen, dass sich jeder individuell im Job erfüllt fühlt und ernten damit den besten Nutzen.

Welche Arbeitserfahrungen haben Sie in Ihrem Unternehmen? Haben Sie Vorschläge wie Ihr Arbeitsplatz “menschlicher” auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt werden könnte?

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