Erreichbarkeit im Urlaub: Müssen wir immer erreichbar sein?

Eine aktuelle Befragung unter 500 Österreichern hat ergeben, dass knapp zwei Drittel der Berufstätigen trotz Urlaub im Notfall für ihren Arbeitgeber oder Kunden erreichbar sind. Nur 39 Prozent sind unter keinen Umständen im Urlaub verfügbar, 52 Prozent stören sich nicht an der Erreichbarkeit. Erfahren Sie, ob Arbeitnehmer und Führungskräfte aus rechtlicher Sicht für das Unternehmen im Urlaub erreichbar sein müssen. Aber auch wie Sie die Erreichbarkeit als Arbeitnehmer und Führungskraft im Unternehmen besprechen sowie regeln können.

Laut pressse.com hat jeder Zweite mit der Erreichbarkeit im Urlaub kein Problem. Das geht aus einer Umfrage hervor, die unter 500 berufstätigen Österreichern geführt wurde. Laut Befragung sind nur 39 Prozent unter keinen Umständen im Urlaub verfügbar, 52 Prozent stören sich nicht an der Erreichbarkeit. Grund dafür wäre laut Befragung, dass es keine adäquate Vertretung gäbe. Für rund ein Viertel der Befragten ist es wichtig auch während des Urlaubs informiert zu bleiben. Für rund ein Fünftel wird die Erreichbarkeit im Urlaub vom Arbeitgeber und für ein Zehntel von Kunden erwartet.

Was sagt das Arbeitsrecht in Deutschland und Österreich?

Arbeitnehmer dürfen rechtlich betrachtet dienstliche Anrufe, E-Mails oder SMS während des Urlaubs ignorieren oder ihr Smartphone ausschalten. Aber viele haben Angst einen wichtigen Anruf zu verpassen und dass sich das negativ auf ihre Karriere auswirken könnte. Daher ist es wichtig, klare Regelungen zur Erreichbarkeit im Unternehmen zu treffen. Denn unausgesprochene Erwartungen und unklare Regelungen erzeugen Stress und belasten Ihre Gesundheit. Stellen Sie die Erholungsfähigkeit von Ihnen und Ihren Mitarbeitern sicher und planen Sie bewusst die Erreichbarkeit.

Für Führungskräfte gilt grundsätzlich rechtlich nichts anderes. Sie sind aber für dringende Notfälle meist freiwillig erreichbar, damit die Geschäfte auch während ihrer Abwesenheit gut laufen.

Tipps für Arbeitnehmer

  1. Erwartungen klären
    Klären Sie die gegenseitigen Erwartungen mit Ihrem Vorgesetzten und finden Sie gemeinsam eine Lösung.
  2. Vertretung organisieren
    Organisieren Sie in Absprache mit Ihrer Führungskraft, dass wichtige Aufgaben während Ihrer Abwesenheit von Kollegen übernommen werden.

So können Sie im Urlaub abschalten und sich wirklich erholen.

4 Tipps, wie Führungskräfte die Erreichbarkeit im Urlaub regeln können.

  1. Klare Absprachen treffen
    Besprechen Sie mit Ihren Mitarbeitern die gegenseitigen Erwartungen an eine Erreichbarkeit außerhalb der regulären Arbeitszeiten. Auch Sie als Führungskraft sollten Sie sich dann aber an diese Absprachen halten.
  2. Schaffen Sie erreichbarkeitsfreie Zeiten
    Auch Sie als Führungskraft müssen nicht immer und überall erreichbar sein. Gehen Sie als Führungskraft mit gutem Beispiel voran. Der Urlaub sollte für Sie und Ihre Mitarbeiter der Erholung dienen um auf Dauer gesund und leistungsfähig zu bleiben.
  3. Erarbeiten Sie einen Bereitschaftsplan für Notfälle, das schafft Sicherheit.
  4. Machen Sie eine Jahresurlaubsplanung
    Organisieren Sie Vertretungen für Mitarbeiter in Urlaubs- und Krankheitszeiten. So stellen Sie sicher, dass Sie und Ihre Mitarbeiter eine erholsame Urlaubszeit haben, aber auch, dass bei spontanen Ausfällen immer jemand ansprechbar ist.

Ob man im Urlaub erreichbar ist oder nicht ist die eine Sache, ob allen klar ist, wie die Erreichbarkeit zu handhaben ist, eine andere. Klare Absprachen und Regelungen als auch eine Urlaubs- und Vertretungsplanung unterstützen Sie und Ihre Mitarbeiter dabei, dass der Urlaub wirklich erholsam ist und alle mit gutem Gewissen im Urlaub abschalten können.

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